Preview: Ayka

Samstag, 16. März 2019
19:30 Uhr | Kinosaal

Informationen
Drama | R, D, PL, KAS, CHN 2018 | R: Sergei Dvortsevoy | 100‘ OmdU

Synopsis
Ayka kommt zwar aus Kirgisistan, lebt und arbeitet aber illegal in Moskau. Sie hat gerade genug Geld, um sich selbst über die Runden zu bringen. Somit bleibt ihr keine andere Wahl, als ihren neugeborenen Sohn nach der Geburt im Krankenhaus zu lassen. Mit dieser Entscheidung ist Ayka nicht allein. Auch der Alltag vieler anderer kirgisischer Frauen ist von Armut und Not geprägt, sodass sie in diese menschenunwürdigen Lebensumstände gedrängt werden. Doch bereits nach kurzer Zeit fragt sich Ayka, wie es ihrem verlassenen Kind geht und versucht es verzweifelt wiederzufinden.

Es sind Aykas stählerne Augen und ihr unnachgiebiges und autarkes Handeln, die ihre starke und durchaus inspirierende Persönlichkeit versinnbildlichen und das Publikum auf die kalten Straßen Moskaus transportiert.


Exklusive Preview im Spielboden Kino. Österreichpremiere.

Fortuna

Dienstag, 19. März 2019
20:00 | Großer Saal

Informationen
Drama, Liebesfilm | CH, B 2018 | R: Germinal Roaux | 106‘ OmdU

Synopsis
„Fortuna“ erzählt die ergreifende Geschichte eines 14-jährigen äthiopischen Mädchens, das nach seiner Flucht unverhofft in einer katholischen Klostergemeinschaft in der Schweiz aufgenommen wird und dort geduldig warten muss, bis über seine Zukunft entschieden wird.
Dort lernt Fortuna den jungen Afrikaner Kabir kennen, in den sie sich verliebt. Es ist Winter, und während der Schnee auf die Berge fällt, wird das Kloster zu ihrem Refugium und zugleich zum Schauplatz von erschütternden Ereignissen.


Nicht nur der bemerkenswerte Zugang zur Fluchtthematik, sondern auch die Klangsprache und Visualität des Filmes schaffen einen durchaus positiv bleibenden Eindruck und Empathie gegenüber dieser jungen und mutigen Protagonistin.

In Kooperation mit der Vorarlberger Plattform für Menschenrechte & der EZA – Europäische Entwicklungszusammenarbeit.

Rafiki

Mittwoch, 20. März 2019
18:00 Uhr | Kinosaal

Informationen
Drama, Liebesfilm | K 2018 | R: Wanuri Kahiu | 82‘ OmdU

Synopsis
„Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen.“ Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsames Glück.

Inspiriert durch die Kurzgeschichte „Jambula Tree“. Die bunte und positive Einstellung der Protagonistinnen schafft einen gut ersichtlichen Kontrast zu der grauen und erschütternden Gesetzeslage gegenüber homosexuellen Menschen in Afrika.


Filmgespräch
Ein Blick in die Welt zeigt: offen queer sein zu können ist keine Selbstverständlichkeit. Im Anschluss laden wir zum Gespräch über LGBTIQ-Menschen, deren rechtliche Situationen und der Frage, wie queere Kulturarbeit ein Motor für gesellschaftlichen und rechtlichen Wandel sein kann. Der Verein GoWest präsentiert einen Überblick, erzählt Hintergründe zur Wirkung des Films und leitet die Diskussion.

In Kooperation mit dem Regenbogenpastoral Vorarlberg & GoWest, Verein für LGBTIQ.

In the Name of Your Daughter

Mittwoch, 20. März 2019
20:15 Uhr | Großer Saal

Informationen
Dokumentation | CA, TZ 2018 | R: Giselle Portenier | 84‘ OmdU

Synopsis
Rosie ist 12 Jahre alt. Ihre Mutter bereitet gerade ihre Beschneidung vor. Als sie in der Schule von „Female Genital Mutilation“ und dem „Safe House“ hört, beschließt sie davonzulaufen, um sich in Sicherheit zu bringen. Es ist Beschneidungszeit in Tansania und obwohl „FGM“ illegal ist, lebt die Tradition in vielen Dörfern fort. Mehr als zweihundert Mädchen haben gemeinsam mit Rosie Zuflucht im „Safe House“ gefunden.

Der Regisseurin Giselle Portenier gelingt es eine schöne Balance zwischen dieser grausamen Tradition und dem lebensfrohen Geist der Mädchen zu schaffen.


Filmgespräch
Mit Verein Amazone, Stefania Pitscheider Soraperra (Frauenmuseum Hittisau), Umyma El-Jelede (fem.at) & Marion Burger (Caritas Auslandshilfe Vorarlberg).
Videobotschaft der Regisseurin Giselle Portenier.

In Kooperation mit Verein Amazone & Frauenmuseum Hittisau. Der Reinerlös der Ticket-Spenden ergeht an das Mugumu Safe House in Tansania.

Let's keep it

Donnerstag, 21. März 2019
18:00 | Kinosaal

Informationen
Dokumentation | A, USA 2018 | R: Burgl Czeitschner | 100‘ dOF

Synopsis
Diese Dokumentation befasst sich mit der nach wie vor problematischen Haltung der Republik Österreich zur Restitution „arisierter“ Liegenschaften, die nach 1945 - aus welchen Gründen immer - in das Eigentum Österreichs übergingen.
Der Film ist auch eine Verbeugung der Regisseurin vor den Opfern des dunkelsten Kapitels in der jüngeren Geschichte Österreichs. Eines Kapitels, das bis zu einem gewissen Grad verlängert erscheint, wenn es um die Restitution gestohlener Liegenschaften an die Nachkommen der Holocaust-Opfer geht.

Eine sehr persönliche Note erfährt dieser aufwändig produzierte Film durch den Anspruch der Regisseurin, bei ihrem kritischen Blick auf „LeistungsträgerInnen“ der 2. Republik Österreich ihre eigene Familie mit einzubeziehen.


Filmgespräch
Mit Regisseurin Burgl Czeitschner, Johannes Spies (_erinnern.at_ & dem Jüdischen Museum Hohenems).

In Kooperation mit _erinnern.at_ & Jüdisches Museum Hohenems.

MABACHER - #ungebrochen

Donnerstag, 21. März 2019
20:15 Uhr | Großer Saal

Informationen
Dokumentation | A 2017 | R: Stefan Wolner | 80‘ dOF

Synopsis
Martin Habacher hätte eigentlich gar nicht am Leben sein sollen. Zumindest nicht, wenn es nach den Ärztinnen und Ärzten geht, die ihm kurz nach seiner Geburt einen frühen Tod prognostizierten.
Martin Habacher kam mit der Glasknochenkrankheit zur Welt – doch seine körperliche Zerbrechlichkeit machte ihn letztendlich zu einer stärkeren Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick erwarten hätte. Auf vehemente und doch humorvolle Art und Weise trat der kleinste YouTuber der Welt für Toleranz ein und brach Barrieren auf – im Alltag und in unseren Köpfen.

IN MEMORIAM MARTIN HABACHER (1977-2019)
Mitten in den Vorbereitungen zum Kinostart von „MABACHER – #ungebrochen“ ist der Protagonist des Films am 20. Jänner 2019 unerwartet verstorben. Dieser Film ist ihm gewidmet.



Filmgespräch
Mit Regisseur Stefan Wolner, Klaus Brunner (Selbstvertreter der Lebenshilfe Vorarlberg), Friedrich Gföllner (Unterstützung Selbstvertretung der Lebenshilfe Vorarlberg) und Sabrina Nitz (Persönliche Assistenz Vorarlberg). Moderation: Michael Schmied (This Human World Filmfestival Wien).

In Kooperation mit This Human World Filmfestival Wien & der Lebenshilfe Vorarlberg.

Tricky Women

Freitag, 22. März 2019
16:30 Uhr | Kinosaal

Informationen
Kurzfilmreihe, Animation | 58‘

Kurzfilme
Glenn, The Great Runner
   Anna Erlandsson, SE 2004, 3´

Heimatland
   Andrea Schneider, Loretta Arnold,
   Marius Portmann, Fabio Friedli, CH 2010, 6´30

Out at Work
   Leeds Animation Workshop, UK 2006, 4´44

Zu zahm!
   Rebecca Blöcher, DE 2017, 6´41

Marco+Ulduz (So Far)
   Lydia Kaminski, AT 2015, 8´

Gamer Girl
   Irena Jukić Pranjić, HR 2016, 09’26

Borderlines
   Hana Nováková, CZ 2015, 04’54

Uporni duh | Rebellious Essence
   Ana Čigon, SI 2017, 5’00

Tailor
   Calí Dos Anjos, BR 2017, 9’40


In Kooperation mit Tricky Women.
www.trickywomen.at

The Cleaners

Freitag, 22. März 2019
18:00 Uhr | Kinosaal

Informationen
Dokumentation | D, BRA 2018 | R: H. Block, M. Riesewieck | 88‘ dOF

Synopsis
„The Cleaners“ enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content-Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in Schichtarbeit im Auftrag der großen Silicon Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Parallel zu den Geschichten von fünf Content-ModeratorInnen erzählt der Film von den globalen Auswirkungen der Onlinezensur und zeigt, wie Fake News und Hass durch die Sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden. Die utopische Vision einer vernetzten globalen Internetgemeinde wird endgültig zum Alptraum, wenn hochrangige ehemalige MitarbeiterInnen der Sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen der Plattformen geben.

Was wir in Suchmaschinen finden und in sozialen Netzwerken sehen und lesen, durchläuft eine Kontrolle. Der Film gibt Einsicht in eine uns vorenthaltene und durchaus schockierende Realität.


Filmgespräch
Fishbowl-Diskussion zur Wirklichkeitsmacht der Sozialen Medien, zu Weltbildern, die sie vermitteln, und modernen Formen der Zensur.
Moderation: Dr. Roland Alton-Scheidl (fairkom).

In Kooperation mit der Fachhochschule Vorarlberg & fairkom.

A Woman Captured

Freitag, 22. März 2019
20:15 Uhr | Großer Saal

Informationen
Dokumentation | H 2017 | R: Bernadett Tuza-Ritter | 89‘ OmdU

Synopsis
„Mein Film handelt von Marish, einer 52-jährigen ungarischen Frau, die einer Familie über ein Jahrzehnt dient und ohne Lohn 20 Stunden am Tag arbeitet. Ihre Papiere wurden ihr weggenommen, sie darf das Haus nicht ohne Erlaubnis verlassen. Sie bekommt nur Reste zu essen, hat kein eigenes Bett, wird behandelt wie ein Tier. Marish verbringt ihre Tage voll Angst. Aber sie träumt davon, ihr Leben zurückzugewinnen.“

Es sollte eigentlich nur ein 15-minütiger Kurzfilm werden. Doch als Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter entdeckte, was sich hinter den Mauern einer ungarischen Familie abspielte, ließ sie die Kamera für ein ganzes Jahr lang weiterlaufen.


Neue Spielräume
Mit Karima Aziz (Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunktthematik auf Migration und Geschlecht, Leiterin des interkulturellen Mädchenzentrums *peppa in Wien-Ottakring), Mary Kreutzer (Obfrau des Vereins „Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit, LEEZA“ und Autorin mehrerer Bücher zum Thema Menschenhandel, Migration und Geschlecht) & Studierenden der FHV Soziale Arbeit. Moderation: Alicia Allgäuer.
Videobotschaft der Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter.

In Kooperation mit Amnesty International & der Fachhochschule Vorarlberg.

Auf Rädern

Samstag, 23. März 2019
15:00 Uhr | Kinosaal
Kindervorstellung ab 8 Jahren

Informationen
Abenteuer, Drama, Familie | BRA 2017 | R: Mauro D‘Addio
72‘ deutsch eingesprochen

Synopsis
Nach einem schweren Unfall kehrt Lucas im Rollstuhl in die Schule zurück. Der Junge findet sich mit seinem Schicksal nicht zurecht und zieht sich in sich selbst zurück. Doch dann tritt Laís in sein Leben.
Das aufgeweckte, fröhliche Mädchen holt Lucas aus seiner Isolation, und er findet wieder Lebensfreude. Aber auch Laís hat ein Problem: Sie möchte ihren Vater finden, den sie nie kennengelernt hat. Als sie einen Tipp erhält, wo er sich eventuell aufhalten könnte, brechen Lucas und Laís mit Rollstuhl und Fahrrad zu einer gemeinsamen Reise auf und begegnen auf ihrem Weg nicht nur skurrilen Menschen, sondern auch sich selbst.

Ein zauberhaftes Road-Movie, das von Sehnsucht und unerfüllten Wünschen, aber auch von wahrer Freundschaft erzählt.


In Kooperation mit Arbeitsgemeinschaft Kinderfilmfestival – Institut Pitanga, Wien.

Supa Modo

Samstag, 23. März 2019
19:00 Uhr | Großer Saal

Informationen
Drama | K, D 2018 | R: Likarion Wainaina | 74‘ OmdU

Synopsis
Jo liebt Superhelden und träumt davon, selbst eine Superheldin zu sein. Die fantastische Vorstellung, Superkräfte zu haben und fliegen zu können, erleichtert ihr, mit ihrer Krankheit umzugehen.
Als sie von ihrer Mutter zum Sterben aus der Klinik nach Hause geholt wird, setzt Jos große Schwester alles daran, Jo ihren Traum zu erfüllen. Das ganze Dorf tut sich zusammen, um – mit Jo in der Hauptrolle – einen Film über eine Superheldin zu drehen. Auch Jos Mutter fügt sich auf diese Art in das Unausweichliche.

Eine berührende Geschichte aus Afrika über die Macht der Fantasie und eine ungewöhnliche Art, Abschied zu nehmen.


In Kooperation mit dem Kinderschutz Vorarlberg.