Peter Madsen & CIA play Silent Movies

Michael

Freitag, 04. März 2022
19:30 Uhr | Kinosaal

Informationen
Stummfilm | DE 1924 | R: Carl Theodor Dreyer | 94′ 

 

Synopsis
 

Als der gefeierte Künstler Claude Zoret auf den jungen Maler Michael trifft, ist er von seiner Schönheit wie verzaubert. Auch wenn er dem Maler kein großes Talent zuschreibt, macht er ihn zu seinem Schüler und seiner Muse. Eines Tages taucht Fürstin Zamikov bei Zoret auf und bestellt ein Porträt. Widerwillig nimmt er an, verzweifelt aber an diesem Auftrag, bis Michael zum Pinsel greift und aus dem Gemälde ein Meisterwerk macht. Zwischen der Fürstin und Michael beginnt eine Liaison und Claude kann nur tatenlos dabei zuschauen, wie sich Michael immer mehr von ihm distanziert. 

 

Das Collective of Improvising Artists (CIA) ist eine Plattform improvisierender Musiker*innen aus Vorarlberg, die vom US-amerikanischen Jazz-Pianisten Peter Madsen gegründet wurde. 

 

 

In Kooperation mit GoWest – Verein für LGBTIQ*

Ein bisschen bleiben wir noch

Samstag, 05. März 2022
15:00 Uhr | Kinosaal

Informationen
Drama | AT 2019 | R: Arash T. Riahi | 115′ | dt./OV

 

Synopsis

Die tschetschenischen Flüchtlingskinder Oskar und Lilli leben seit sechs Jahren in Österreich, aber sie haben noch immer kein dauerhaftes Bleiberecht. Als die Familie abgeschoben werden soll, unternimmt ihre psychisch labile Mutter einen Selbstmordversuch. Der versuchte Suizid bewirkt zwar einen Aufschub der Abschiebung, aber Oskar und Lilli werden von ihrer Mutter getrennt und vorerst bei verschiedenen Pflegeeltern untergebracht. Heimlich halten die Geschwister Kontakt zueinander und hoffen, sich und ihre Mutter bald wieder zu treffen. Mit der unbändigen Kraft ihrer Liebe zueinander versuchen sie, jede bürokratische Hürde mit Leidenschaft und Fantasie zu überwinden. Eine bittersüße Odyssee über die vielen Möglichkeiten wie man die Welt um sich wahrnehmen kann, um zu überleben. 

 

 

In Kooperation mit ifs Vorarlberg – Kinderschutz & Jungendbotschafter Caritas Auslandshilfe

I Am Samuel

Samstag, 05. März 2022
19:30 Uhr | Kinosaal

Informationen

Dokumentarfilm | KE, CA, GB, US 2020 | R: Peter Murimi | 69′ | OmeU 

 

Synopsis

Gefilmt über fünf Jahre: Samuel wächst auf einer Farm in Kenia auf und sehnt sich nach einem anderen Leben, da in seinem Heimatdorf auf alte Traditionen großer Wert gelegt wird. Selbst Samuels Vater, ein Prediger in der örtlichen Kirche, versteht nicht, warum sein Sohn immer noch nicht verheiratet ist. Der junge Mann zieht nach Nairobi, wo er in einer Gemeinschaft von homosexuellen Männern Zugehörigkeit findet. Dort lernt er auch Alex kennen und die beiden verlieben sich. Doch die kenianischen Gesetze kriminalisieren alle, die sich als LGBTIQ+ outen. Samuel steht vor dem Dilemma, dass ihn die Wahrheit über seine Identität die Akzeptanz seiner Familie kosten könnte.

 

Kurzes Einführungs- und anschließendes Filmgespräch über die soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Kriminalisierung von LGBTIQ+-Menschen in Kenia. Mit Film- und Kulturwissenschafterin Doris Posch, Lehrbeauftragte an der Universität Wien und Universität für angewandte Kunst Wien. Doris betreibt Forschung und Kuration zu postkolonialen Filmkulturen, insbesondere im afrikanischen und karibischen Raum, feministischer Filmtheorie, Genderpolitik und Intersektionalität in Theorie und Praxis.

Moderiert von Dr. Margit Leuthold (evangelische Pfarrerin, LGBTIQ+-Seelsorgerin und Mitglied Regenbogenpastoral Vorarlberg).

 

 

In Kooperation mit Amnesty International Vorarlberg, GoWest – Verein für LGBTIG* & Regenbogenpastoral Vorarlberg.

Wet Sand

Sonntag, 06. März 2022
18:00 Uhr | Großer Saal

Information
Drama | CH, GE 2021 | R: Elene Naveriani | 115′ | OmdU


Synopsis

Ein Dorf am georgischen Schwarzen Meer mit freundlichen Menschen, die glauben, sich zu kennen. Eines Tages wird Eliko erhängt aufgefunden und seine Enkelin Moe wird gerufen, die Beerdigung zu organisieren. Sie stößt auf ein Netz von Lügen, doch das Stillschweigen wird gebrochen, und sie erfährt die tragischen Hintergründe von Elikos verborgenem Liebesleben mit Amnon in den letzten 22 Jahren. 

 

Podiumsgespräch mit Regisseurin Elene Naveriani, Produzentin Cornelia Seitler & Schauspieler*innen Bebe Sesitashvili & Gia Agumava. 

Moderiert von Johny Ritter (Sprecher, Vorarlberger Plattform für Menschenrechte). 

 

 

In Kooperation mit Vorarlberger Plattform für Menschenrechte, Amnesty International Vorarlberg, Drei Schwestern – feministisches Kollektiv Feldkrich, femail – Fraueninformationszentrum Vorarlberg, GoWest – Verein für LGBTIQ*, Regenbogenpastoral Vorarlberg, & Verein Amazone

eva-maria

Montag, 07. März 2022
19:30 Uhr | Großer Saal

Information

Dokumentarfilm | AT 2021 | R: Lukas Ladner | 94′ | dt./OV 


Synopsis

Eva-Maria arbeitet als Sekretärin an der Pädagogischen Hochschule. Sie ist stolz auf diese Position. Es war nicht einfach, die Anstellung zu bekommen, denn seit ihrer Kindheit ist sie durch spastische Zerebralparese auf den Rollstuhl angewiesen. Für Eva-Maria war das nie Grund, ihre Träume aufzugeben. Von ihrem Optimismus geleitet, fühlt sie sich Anfang 30 bereit für einen ihrer größten Träume: ein eigenes Kind. Mithilfe künstlicher Befruchtung will sie sich nun diesen Wunsch erfüllen. Unterstützt von ihrer Familie und begleitet von ihren Assistent*innen nimmt sie „das Projekt Kind” in Angriff. Doch diese Situation ist für alle Beteiligten Neuland. Die Eigenheiten ihres Körpers stellen sowohl Medizin als auch ihre Assistenz vor neue und ungewohnte Herausforderungen. Dokumentiert von einem ihrer Assistenten, ermöglicht dieser Film einen ungewohnt intimen Einblick in ein Leben jenseits konventioneller Familienplanung. 

 

Podiumsgespräch mit Regisseur Lukas Ladner, Protagonistin Eva-Maria & Obfrau Persönliche Assistenz Vorarlberg Sabrina Nitz.
Moderiert von Klaus Brunner (Selbstvertreter Lebenshilfe Vorarlberg) & Friedrich Gföllner (Leiter Unterstützung Selbstvertretung). 

Gebärdensprachdolmetschung des Podiumsgesprächs durch Lisa Gmeiner-Rensi (HANDlaut). 

 

 

In Kooperation mit Lebenshilfe Vorarlberg & Persönliche Assistenz Vorarlberg.

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Der Film wird mit Audiodeskription und barrierefreien Untertiteln gespielt. 

Wir empfehlen die kostenlose App GRETA. 

GRETA macht Audiodeskriptionen und Untertitel zugänglich - einfach vom eigenen Smartphone. Die App erkennt den Filmstart automatisch und spielt die Audiodeskription oder die Untertitel synchron zum Film ab. Für barrierefreies Kino! 

9 Days in Raqqa

Dienstag, 08. März 2022
19:30 Uhr | Großer Saal

Information
Dokumentarfilm | FR 2021 | R: Xavier de Lauzanne | 88′ | OmeU

 

Synopsis

Leila Mustapha ist Kurdin und Syrerin. Sie kämpft in Raqqa, der ehemaligen Hauptstadt des Islamischen Staates mit 300.000 Einwohnern, die nach dem Krieg zu einem Trümmerfeld geworden ist. Die gelernte Ingenieurin und Bürgermeisterin, die mit 30 Jahren in eine Männerwelt eingetaucht ist, hat die Aufgabe, ihre Stadt wieder aufzubauen, sich zu versöhnen und die Demokratie einzuführen. Währenddessen durchqueret ein französischer Schriftsteller den Irak und Syrien, um sie zu treffen. In dieser immer noch gefährlichen Stadt hat er neun Tage Zeit, um Leilas Geschichte zu verschriftlichen. 

 

Thomas Schmidinger steht nach dem Film für einen Austausch über Nordost-Syrien und Raqqa zur Verfügung. Der Politikwissenschafter und Sozial- und Kulturanthropologe arbeitet seit vielen Jahren zur Region, hat dazu mehrere Bücher veröffentlicht und kennt die Protagonistin des Films von seinen Besuchen in der Region. 

 

In Kooperation mit Amnesty International Vorarlberg, Frauenmuseum Hittisau, Verein Amazone, Drei Schwestern – feministisches Kollektiv Feldkrich, femail – Fraueninformationszentrum Vorarlberg & ifs Vorarlberg – Gewaltschutzstelle

 
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In Verbindung mit „DIE ROTE LINIE - Eine Ausstellung über sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen“. 

FLEE

Mittwoch, 09. März 2022
19:30 Uhr | Großer Saal

Information
Animation | US, GB, FR, SE, NO, DK 2021 | R: Jonas Poher Rasmussen | 90′ | OmeU

 

Synopsis
Wie kann eine Geschichte erzählt werden, dessen Protagonist anonym bleiben muss? Filmemacher Jonas Poher Rasmussen erschafft das Pseudonym Amin Nawabi, das es ermöglichen soll, nach 20 Jahren zum ersten Mal die wahre Version einer Flucht wiederzugeben. Durch Animation und Archivaufnahmen breitet der Filmemacher das Leben seines alten Schulfreundes aus, der mittlerweile in Dänemark lebt. "Some things are hard to talk about.", sagt Amin und beginnt über sein Leben im Afghanistan der 1970er Jahre und seinen Weg nach Europa zu reden.

 

Podiumsgespräch über die aktuelle Situation in Afghanistan und die Bedingungen für LGBTIQ+-Asylsuchende in Österreich. Mit Ali Ahmad Safi & Smera Rehman. Ali ist Doktorand am Department für Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems und arbeitet seit 2015 als Konsulent für das VIDC und hat Forschungsarbeiten über afghanische Flüchtlinge und Diaspora-Communities in Europa verfasst. Smera ist Menschenrechtsanwältin mit Spezialisierung in den Bereichen Asyl, Migration und Kinder- und Frauenrechten.

Moderiert von Katharina Lins (Amnesty International).

 

 

In Kooperation mit Amnesty International Vorarlberg, Flüchtlingshilfe Caritas Vorarlberg, Jugendbotschafter Caritas Auslandshilfe, okay.zusammen leben, Regenbogenpastoral Vorarlberg, Südwind Vorarlberg, this human world filmfestival Vienna & Verein Vindex –Schutz & Asyl.

 

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In Verbindung mit der Ausstellung „BLACKBOX INVERTED – Die Geschichte eines Menschen auf der Flucht“.

TRANS - I Got Life

Donnerstag, 10. März 2022
19:30 Uhr | Großer Saal

Information
Dokumentarfilm | DE, RUS, US 2021 | R: Doris Metz, Imogen Kimmel | 95′ | dt./OV

 

Synopsis

„Trans ist kein Fluch und keine Krankheit, sondern ein Weg.“ Dieser Dokumentarfilm bietet selten gesehene, ehrliche Einblicke in das häufig zerrissene Lebensgefühl von trans Menschen und in die komplexen psychischen, hormonellen und chirurgischen Aspekte ihrer Transition. Die Regisseurinnen Imogen Kimmel und Doris Metz haben das Vertrauen von sieben Menschen gewonnen, die sich dazu entschlossen haben, ihren Weg zu gehen. Dieser Film destilliert aus den Lebensgeschichten von sieben charismatischen Menschen das weite Spektrum der Transidentität. 

 

Podiumsgespräch mit Obfrau, TransX Eva Fels & Menschen vom s’Freiräumle. 

Moderiert von Fynn Kirchner (Obmensch, GoWest – Verein für LGBTIQ*). 

 

s’Freiräumle ist der Raum, in dem sich Trans* und Inter* in geschütztem Rahmen austauschen, einander kennenlernen und voneinander lernen können. 

 

 

In Kooperation mit Drei Schwestern – feministisches Kollektiv Feldkrich

GoWest – Verein für LGBTIQ*, TransX & s’Freiräumle

Dying to Divorce

Freitag, 11. März 2022
19:00 Uhr | Großer Saal

Information
Dokumentarfilm | GB 2021 | R: Chloe Fairweather | 82′ | OmeU

 

Synopsis

Mehr als eine von drei Frauen in der Türkei ist von häuslicher Gewalt betroffen. Die Mandantinnen der Anwältin Ipek Bozkurt riskieren ihr Leben, wenn sie vor Gericht gegen die Kultur der Gewalt kämpfen. Zusammen mit einer Gruppe von Aktivist*innen kämpft Ipek für Gerechtigkeit für zwei Überlebende schrecklicher Gewalt. Arzu, die mit 14 Jahren gegen ihren Willen zu einer Ehe gezwungen wurde, und Kubra, eine erfolgreiche TV-Moderatorin. Beide kommen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen und hatten das Glück, die Angriffe ihrer Partner zu überleben. 

 

neue Spielräume 

Zwischen 2010 und 2017 gab es über 1000 Frauenmorde in der Türkei. 2021 verließ die Türkei die Istanbul Konvention gegen Gewalt gegen Frauen. Die Politikwissenschafterin Güneş Koç von der Arel Universität Istanbul, wird im Anschluss an den Film diese Problematik gemeinsam mit dem Publikum diskutieren. 

Moderiert von Thomas Schmidinger (Politikwissenschafter und Sozial- und Kulturanthropologe). 

 

 

In Kooperation mit Amnesty International Vorarlberg, Drei Schwestern – feministisches Kollektiv Feldkrich, Fachhochschule Vorarlberg – Studiengang Soziale Arbeit, Frauenmuseum Hittisau, femail – Fraueninformationszentrum Vorarlberg, ifs VorarlbergGewaltschutzstelle & Verein Amazone

 
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In Verbindung mit „DIE ROTE LINIE - Eine Ausstellung über sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen“. 

Herr Bachmann und seine Klasse

Samstag, 12. März 2022
15:00 Uhr | Kinosaal

Information
Dokumentarfilm | DE DK 2021 | R: Maria Speth | 217′ | dt./OV

 

Synopsis

Dieser Dokumentarfilm porträtiert die Beziehung zwischen einem Lehrer und den Schüler*innen der sechsten Jahrgangsstufe. In einnehmender Offenheit begegnet Herr Bachmann den Kindern mit ihren unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen und schafft damit einen Raum des Vertrauens. Musik ist hier eine allgegenwärtige Sprache, die sich wie selbstverständlich um den zu absolvierenden Unterrichtsstoff legt. Anhand der sozialen Beziehungen in der Klasse erzählt der Film beiläufig von den Strukturen einer kleinen, westdeutschen Industriestadt, deren Geschichte bis zurück in die NS-Zeit von Migration geprägt ist. 

 

In Kooperation mit ifs Vorarlberg – Kinderschutz & Jugendbotschafter Caritas Auslandshilfe

Bajo Fuego

Samstag, 12. März 2022
19:30 Uhr | Großer Saal


Information

Dokumentarfilm | CO 2021 | R: Sjoerd van Grootheest, Irene Vélez-Torres | 85′| OmeU

 

Synopsis
Das Ende des Friedens für eine Gruppe von Koka-Bauern im Südwesten Kolumbiens: Der Film nimmt die Perspektive der „Cocaleros“ ein und zeigt über einen Zeitraum von drei Jahren, wie sie inmitten schwierigster Umstände zu überleben versuchen. Der versprochene Frieden in Kolumbien entpuppt sich als Illusion, als bewaffnete Truppen die Kontrolle übernehmen, Attentate verübt werden und die Protagonist*innen des Films mit dem Leben bedroht und vertrieben werden. Auch wenn in Kolumbien angeblich Frieden geschlossen wurde, ist klar, dass der Krieg für viele im Südwesten Kolumbiens weitergeht.

 

Einführungsgespräch mit Andrés García Trujillo. Andrés istMitarbeiter am Institut für Integrierte Übergänge (IFIT) in Kolumbien. Seit 2007 arbeitet er in den Bereichen der ländlichen Entwicklung in Übergangskontexten, Friedensförderung, Bürgerbeteiligung und Sozialpolitik.

Moderiert von Carolina Osorio Rogelis (Soziologin und Koordinatorin Klimabündnis Partnerschaft zwischen Vorarlberg und Chocó).

 

 

In Kooperation mit Fridays for Future Vorarlberg, Klimabündnis Vorarlberg, Südwind Vorarlberg, Verein Konsumentensolidarität – Jetzt & Weltladen Dornbirn.